17.8.2026 (ca)
Ergänzend zur Darstellung der hitzebedrohten Gewässer im Augsburger Raum (vgl. nochmals unsere untenstehende Aktuelle Meldung vom 11.8.2026) berichtet die Augsburger Allgemeine Zeitung nun auch dezidiert über die beiden Hauptflüsse der Stadt Augsburg. Zum Zustand von Lech und Wertach kann man folgendes erfahren:
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„Für Stefan Zott herrscht aktuell Ausnahmezustand. Der Sprecher der Lechallianz, einem Zusammenschluss von Verbänden zum Schutz des Flusses, war in den vergangenen Jahren einiges gewohnt: Trockenphasen, Hitzeperioden, plötzliche Starkregenereignisse. Doch was sich in diesem Sommer abspielt, übertrifft bisher Geschehenes um Längen. Noch nie seit Aufzeichnungsbeginn hatte der Lech laut Daten des Bayerischen Landesamts für Umwelt (LfU) so wenig Wasser. Die Wassertemperatur lag am Dienstagnachmittag am Hochablass bei 25,5 Grad Celsius. Etliche Lechbewohner kämpfen ums Überleben. Plötzlich gelten sogar Fischbergungen als wahrscheinlich. Der Lech ist laut Zott ein „Intensivpatient“. […] Das bisherige Jahr ist deutlich zu trocken. Laut Daten des Deutschen Wetterdiensts (DWD) hat es im Zeitraum 1. Januar bis 9. August in Augsburg lediglich 324 Liter pro Quadratmeter geregnet. Der Mittelwert seit 1947 für besagten Zeitraum liegt bei knapp 500 Litern. Auch die durchschnittlichen Temperaturen liegen im bisherigen Jahr mit 10,71 Grad Celsius erneut deutlich über dem vieljährigen Mittel (8,96 Grad Celsius), lediglich 2007 und 2024 war es im selben Zeitraum noch wärmer. Dass Lech und Wertach bereits Anfang August historische Niedrigwerte erreichen, führen Experten zudem auf die deutlich zu trockenen Wintermonate seit Oktober und die geringe Schneeschmelze zurück. Für die Flüsse scheint nun ein Kipppunkt erreicht zu sein. […] Auch in der Innenstadt sind die Folgen der Trockenheit zu erkennen. So können die regulären Ausleitungsmengen in die lechgespeisten Stadtbäche nicht mehr aufrechterhalten werden. […] Noch dramatischer gestaltet sich die Situation an der Wertach. Bereits Mitte Juli wurde die Abflusssituation - die Wassermenge, die an einem bestimmten Punkt in einer bestimmten Zeit vorbeifließt - als „sehr niedrig“ eingestuft. Einen Monat und kaum Regen später hat sich die Lage verschärft. Hier seien die Abflüsse mittlerweile so gering, dass das Mindestwasser nicht mehr voll eingehalten werden könne, so dass Wasserwirtschaftsamt. […] Zott plädiert dafür, wo es möglich ist, Grundwasserquellen aufzubaggern, damit mehr kühles Grundwasser seinen Weg in die Flüsse finden kann. „Das wäre eine Akutmaßnahme für Lech und Wertach“ sagt er. […]“
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https://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/der-lech-ist-ein-intensivpatient-augsburger-fluessen-droht-der-oekologische-kollaps-3-115002067