11.8.2026 (ca)
Unter dieser Überschrift gab es in der gestrigen Augsburger Allgemeine Zeitung (10.8.2026, Ausgabe-Nr. 182 Augsburger Land, S. 29) einen Beitrag mit Stefan Zott, dem Sprecher der Lechallianz, zum aktuellen Hitzesommer und den Auswirkungen auf unsere Gewässer. Dort kann man folgendes erfahren:
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„Die Gummistiefel kann sich Stefan Zott in diesem Sommer sparen, denn der Wasserstand der Zusam beträgt gerade einmal rund 20 Zentimeter. Fische sind ebenfalls nicht zu sehen. Das Gras am Ufer ist ausgetrocknet. Aufgrund der Hitzewelle fallen die Pegelstände in den heimischen Gewässern auf ein laut Zott „mehr als bedenkliches“ Niveau, gleichzeitig werden die Flüsse und Seen immer wärmer. Darunter leiden nicht nur die Bewohner. Was die Dürre für Folgen hat und was jeder Einzelne dagegen tun kann. „Es ist nicht fünf vor zwölf, sondern Punkt zwölf“, mahnt Stefan Zott von der Fischereigenossenschaft Obere Zusam. Seit 2022 führt er im Rahmen des Programms „Zusamfieber“ Temperaturmessungen in der Zusam durch. Von Markt Wald im Unterallgäu bis Altenmünster prüft der 56-Jährige ehrenamtlich alle zweieinhalb Monate die Lage an 18 Messpunkten. Die Entwicklung ist „katastrophal“, wie er sagt. 22 Grad hatte die Zusam im Sommer 2022, was schon deutlich zu warm ist. Aktuell zeigt das Thermometer 24 Grad an. „Wer beim Klimawandel aufgepasst hat, weiß, was zwei Grad ausmachen können.“ […] Ein großes Fischsterben gibt es zwar aktuell noch nicht, dennoch warnt Zott. „Wenn es so weitergeht, werden die Fische verschwinden und höchstens noch in kleineren, kälteren Bächen überleben können. In 20 Jahren haben wir toskanische Verhältnisse“, so der Geschäftsführer des schwäbischen Fischereiverbandes. Die Zusam steht dabei stellvertretend für alle Flüsse im Bezirk. „Es ist überall das gleiche Bild, wobei einige Flüsse aktuell sogar schon trocken liegen.“ […] „Wir können die heißen und trockenen Sommer in der Form nicht verhindern, aber wir können unsere Gewässer anpassungsfähiger machen“, erklärt Zott, der sich für mehr Bepflanzung an den Flüssen und Seen ausspricht. „Wir müssen für mehr Beschattung sorgen und der Natur wieder ihren Lauf lassen. Ich nenne es gerne Verwilderung.“ […] Solche Maßnahmen würden im Hinblick auf den Hochwasserschutz Vorteile bringen. „Die Felder um die Flüsse können gar kein Wasser aufnehmen, weil die Erde so trocken ist. Wir müssen diese Schwammfähigkeiten wieder mehr fördern, dann haben wir auch weniger Probleme bei Hochwasser“, erklärt Zott, der hier die Kommunen in die Pflicht nimmt. Schon die Zuflüsse würden eine große Rolle spielen. „Deshalb geht Gewässerschutz schon bei den kleinen Bächen los.“ Jede und jeder könne einen Teil dazu beitragen. „Muss man wirklich jede Woche sein Auto waschen?“, fragt Stefan Zott, der auch appelliert, in die öffentlichen Freibäder zu gehen, anstatt ein großes Planschbecken im Garten aufzustellen. „Die Grundwasserstände sind ebenfalls niedrig, was die Lage noch dramatischer macht. Wir müssen alle unseren Beitrag leisten.“ […]“
Den gesamten Betrag online lesen unter:
https://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg-land/hitze-und-duerre-bedrohen-fluesse-rekordsommer-2026-fischbestaende-an-der-zusam-in-gefahr-2-114949154