15.6.2026 (ca)
Mit dem Regierungswechsel in der Stadt Augsburg haben sich auch die Zuständigkeiten für den Natur- und Umweltschutz verändert. Neuer Referent ist nun der Stadtrat Frank Pintsch (CSU) im neuzugeschnittenen „Referat 7: Ordnung, Bevölkerungsschutz, Umwelt und Natur“. Die Augsburger Allgemeine Zeitung widmete ihm in der Wochenendausgabe ein Portrait (vom 13.6.2026, Ausgabe-Nr. 133, S. 37) unter o.g. Überschrift. Hier kann man erfahren:
mehr ...
„[…] Unter Eva Weber (CSU) der Mann für Sicherheit und Ordnung, ist er in den kommenden sechs Jahren zusätzlich für Forstverwaltung, Umwelt und Naturschutz zuständig. „Es fühlt sich an, wie nach Hause zu kommen“, sagt er. Einst begann seine Karriere im Umweltreferat. […] Für politische Beobachter kam der Referatszuschnitt überraschend. Pintsch, bisher in der Öffentlichkeit nicht durch umweltfachliche Expertise aufgefallen, soll den komplexen Bereich mit übernehmen – neben seinen bisherigen Zuständigkeiten Sicherheit, Ordnung und Bevölkerungsschutz. Abgeben musste der Jurist dafür die Bereiche Digitalisierung und Personal. Die unterstehen nun direkt OB Florian Freund (SPD). Sobald kam Kritik auf. Das neue Regierungsbündnis lege keinen Wert auf Umwelt, Natur und Klimaschutz, beklagten Grüne und Linke im Stadtrat. Pintsch widerspricht. Für ihn würden eher Sicherheit und Ordnung dem Umweltreferat angegliedert, sagt er. Die Hinzunahme der Forstverwaltung (bisher war das Finanzreferat zuständig) stärke das Referat zusätzlich. „Die Themen Ordnung, Bevölkerungsschutz und Umwelt haben massive Schnittmengen“, sagt Pintsch. Bestes Beispiel sei der Hochwasserschutz. Wie die städtischen Grünflächen und Böden entwickelt würden, sei ein elementares Naturschutz-, aber auch Bevölkerungsschutzthema. „Der beste Bevölkerungsschutz ist ein guter Naturschutz“, so Pintsch. Wenn Pintsch über sein neues Aufgabenfeld redet, dann wirkt es, als würde jemand nach vielen Jahren wieder zu seiner Jugendliebe zurückkehren. „Die Leute werden einen Umweltreferenten haben, der die Natur in Augsburg schätzt und für sie kämpfen wird“, sagt er. Oder: „Ich habe ein Referat, das maßgeblich für Lebensqualität in unserer Stadt zuständig ist.“Derlei offensive Worte hörte man von Reiner Erben (Grüne) nicht. Vielleicht hat Pintsch aber auch den Eindruck, seine Skeptiker noch überzeugen zu müssen. Denn die Aufgaben sind enorm. Pintsch hat sich vorgenommen, „die Sachen fachlich richtig hinzubekommen“. Was meint er damit? Die Klimainsel am Martin-Luther-Platz sei zwar gut für die Anschauung, habe aber auf das Klima in der Umgebung keinen Effekt. Das bestätigen Experten. Wichtiger sei die bodenverbundene, im Stadtgebiet bestehende Grüninfrastruktur. „Wir verlieren pro Jahr netto rund 20 Bäume im Straßenbegleitgrün. Das kann sich eine Großstadt wie Augsburg nicht leisten.“ Hier müsse Geld fließen. Das heiße auch, dass nicht jeder Pflanzenkübel auf Plätzen finanziert werden könne. Ziel sei, ein jährliches netto Plus im Straßenbegleitgrün zu erreichen. Dafür wolle er auf die Digitalisierung – etwa durch Drohnenbeflug –, und auf die Expertise von Natur- und Umweltschützern setzen, so Pintsch. […]“
Das hört sich gut an! Und somit freuen wir uns auf ein erfolgreiches Zusammenwirken und wünschen Frank Pintsch viel Schaffenskraft im neuen Amt. Wichtig sind nicht nur die Innenstadtbereiche, sondern insbesondere auch der Erhalt des Klinikparks im Rahmen des Neubaus der Universitätsklinik Augsburg mit seinen ökologischen, klimarelevanten und sozialen Funktionen, die Hege und Pflege des Stadtwalds als „Grüne Lunge“ der Stadt Augsburg sowie die Renaturierung der wasserspendenden „Lebensadern“ Lech und Wertach.
Weitere Informationen unter:
https://www.augsburg.de/buergerservice-rathaus/stadtrat-und-verwaltung/buergermeister-referenten
Bild: Naturjuwel Klinikpark © Naturschutzallianz Augsburg