29.4.2026 (ca)
Unter dieser Schlagzeile berichtete BR24 gestern (28.4.) wie folgt: „Eigentlich wollte Bayern bei der Klimaneutralität fünf Jahre schneller sein als der Bund – davon nimmt die Staatsregierung jetzt offiziell Abschied: Das Kabinett hat den Weg für ein neues bayerisches Klimaschutzgesetz geebnet. "Wir kehren zurück zu dem, was möglich ist in diesem Land", sagte Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) am heutigen Dienstag in München. Seit 2023 ist in Bayern das Ziel gesetzlich verankert, bis 2040 klimaneutral zu werden, jetzt soll auf 2045 korrigiert werden. Glauber bezeichnete es als richtig, Bayerns Klimaziel mit dem Bund zu verschränken. Denn mehr als 90 Prozent der Regelungen würden auf europäischer und Bundesebene gestaltet.“
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Und in den Greenpeace-News gibt es dazu unmittelbar folgende Kommentierung: „Der heutige Kabinettsbeschluss unterstreicht das demonstrative Desinteresse der Staatsregierung an einer fairen und zukunftsfähigen Klima- und Wirtschaftspolitik, sagt Stefan Krug, Leiter Greenpeace Bayern: „Mit diesem Kabinettsbeschluss schadet Markus Söder dem Ansehen, der Glaubwürdigkeit und der Zukunftsfähigkeit Bayerns. Vor drei Jahren hat Bayerns Ministerpräsident das Klimaziel 2040 ausgerufen. Bayern sollte der Vorreiter der Energiewende und das Vorbild im Kampf gegen die Erderhitzung sein. Seine großen Worte und hehren Ziele hat der bayerische Ministerpräsident nicht einmal angefangen umzusetzen. Die heute beschlossene Abschwächung des Klimaziels ist keineswegs das, was in Bayern möglich ist: Zu keiner Zeit hat Söder ernsthaft versucht, dieses Ziel zu erreichen. Dadurch fällt Bayern ins klimapolitische Mittelmaß zurück und der Wirtschaftsstandort verliert seinen mittel- und langfristigen Kompass. Wir appellieren an den Bayerischen Landtag: Dieses Gesetz darf so nicht beschlossen werden. Der Freistaat muss beim Schutz unserer Lebensgrundlagen vorangehen und nicht müde hinterherschleichen.“
Bild: Mahnmal Schneeferner-Gletscher auf der Zugspitze, einst und heute (aufgenommen bei der Zugspitz-Exkursion der Bayerischen Klima-Allianz Ende vergangenen Jahres)