Wer ist die Lechallianz?

Der Lech ist eine für Mitteleuropa einzigartige Biotopbrücke für Fauna und Flora zwischen den Alpen und der Schwäbisch-Fränkischen Alb.

Trotz der Eingriffe durch Staustufen, Forstwirtschaft, Landwirtschaft, Bebauung und vielen weiteren Nutzungen sind einige prachtvolle Naturgebiete wie z.B. die Königsbrunner und Kissinger Heide oder die Wolfzahnau erhalten geblieben.

Auch auf den ersten Blick unscheinbare Gebiete, wie die Bereiche der Kiesbänke im Lech bei Augsburg sind für kieslaichende Fischarten, im Kies brütende Vogelarten und spezialisierte Insektenarten landesweit herausragende Lebensräume.

 

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 Bild 1: Huchen Bild 2: Lech

Diese wertvollen Reste der Natur sind jedoch keinesfalls gesichert. Nach wie vor gehen Jahr für Jahr wertvolle Flächen für den Naturschutz verloren. Umgehungsstraßen, die die Lechaue weiter zerschneiden und weitere Staustufen, die zur Vernichtung der wenigen verbliebenen Fließstrecken beitragen, sind geplant. Wasserkraftwerke führen zu tödlichen Verletzungen von Fischen und verhindern über Jahrzehnte hinaus mögliche Renaturierungsmaßnahmen.

Die Liste der am Lech ausgestorbenen Tiere und Pflanzen wird immer länger. Dazu zählen z.B. der Augsburger Bär oder der Zwerg-Rohrkolben, der am Lech nur noch in Tirol vorkommt. Der Huchen, eine Fischart die früher zu den Leitfischen im Lech zählte, kann heute nur noch durch erheblichen Stützbesatz vor dem völligen Verschwinden bewahrt werden.

 

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Bild 3: Augsburger Bär
 Bild 4: Zwerg Rohrkolben

Damit die für die Natur am Lech negativen Entwicklungen rechtzeitig bekämpft werden können, haben sich verschiedenste Verbände im Januar 1997 zu einer Lechallianz zusammengeschlossen. Dieser Zusammenschluss soll dazu dienen, schlagkräftiger und effizienter für den Schutz des Lechs eintreten zu können.

Die Lechallianz setzt sich für die ökologischen Belange im Lechgebiet ein, ihr Ziel ist eine Renaturierung der Flusslandschaft und der Erhalt der freifließenden Reststrecken. Der Lech mit seiner reichhaltigen Ufervegetation soll als natürliche Flusslandschaft für den Menschen als Erholungsraum erlebbar bleiben.

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Bild 5: Flußuferläufer Bild 6: Gebänderte Prachtlibelle

Die Lechallianz will Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft sowie die Öffentlichkeit über den ökologischen Wert der Lechauenlandschaft informieren.

Sie will den immer wieder behaupteten Widerspruch zwischen Ökologie und Ökonomie überwinden helfen und alle Initiativen vernetzen, die die Ziele der Lechallianz teilen.

Bildautoren

Hubert Schuster Nr. 1
Johannes Buhl Nr. 2
Dr. Eberhard Pfeuffer Nr. 3/4/6
Dr. Ulrich Mäck Nr. 5